Mit wachsendem Unverständnis verfolge ich das öffentliche Auftreten von Sepp Schellhorn in seiner Funktion als Staatssekretär. Was als engagierte Reformpolitik verkauft wird, wirkt bei näherer Betrachtung oft wie ein Musterbeispiel für Selbstüberschätzung. Während viele Menschen mit realen Problemen kämpfen, präsentiert sich der vor allem von seiner eigenen Bedeutung überzeugte Staatssekretär. Anstatt durch konkrete Ergebnisse zu punkten, dominieren medienwirksame Aussagen und ein Hang zur Selbstdarstellung. Gerade in einer Zeit, in der politische Verantwortung und glaubwürdige Lösungen dringend gefragt sind, erscheint diese Diskrepanz besonders problematisch. Es ist legitim zu fragen, warum jemand, dessen politische Bilanz so wenig Substanz erkennen lässt und der monatlich brutto 17.000 € 14-mal im Jahr verdient, weiterhin eine Regierungsfunktion bekleidet. Wie lange kann sich jemand mit so wenig greifbarer Bilanz noch in einer Regierungsfunktion halten? Wie er jetzt der „Kronen Zeitung“ in einem Brief mitteilte, ist er stolz auf seine Leistung, und er will weitermachen wie bisher. Das klingt für mich wie eine gefährliche Drohung.
Wolfgang Toifl, Hautzendorf
Erschienen am Di, 23.6.2026
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