Die „Babyboomer“ gehen in Pension. Sie haben wesentlich zum Wohlstand Österreichs beigetragen. Bestens diszipliniert, fügten sie sich willig dem „Hamsterrad der Kapitalvermehrung“. Vertrauensvoll dienten sie „unserem Sozialsystem“, um sich schlussendlich nach 40 bzw. 45 Arbeitsjahren des wohlverdienten Ruhestands zu erfreuen. Die Realität verheißt jedoch ein anderes. Arzttermine (ein begründetes Bedürfnis der abgekämpften Generation) unter 3 Monate gleichen einem Glücksfall. Die horrende Inflation der letzten Jahre ließen die sauer verdienten Ersparnisse schrumpfen, Reiseabsichten ins Reich der Träume verfrachten, und die zunehmende digitale Versklavung lassen die in Freiheit und Selbstverantwortung gereiften „Babyboomer“ verzweifeln. Zu guter Letzt wird durch akuten Personalnotstand („Work-Life-Balance-Virus“) in beinahe sämtlichen Sparten die Inanspruchnahme diverser Dienstleistungen zur echten Herausforderung.
Alfons Kohlbacher, Seiersberg-Pirka
Erschienen am Do, 10.10.2024
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