In der „Krone“ lese ich, dass Karas nicht mehr zur EU-Wahl antreten will! Das war die gute Nachricht, auf die gleich die schlechte folgte, denn er will vielleicht für die nächste Bundespräsidentenwahl kandidieren. Aber halt! Ist das wirklich eine schlechte Nachricht? Er ist farblos, und wenn er spricht, sagt er nichts. Zudem ist er vom gemeinen Volk so weit weg wie Putin von gerechten Wahlen. In diversen Ansprachen (Neujahr, usw.), würden wir dann regelmäßig an die enormen Vorteile unserer EU-Mitgliedschaft erinnert werden, und wenn uns die Eigentor-Sanktionen mal wieder besonders plagen, wird er – wie Van der Bellen – mit guten Ratschlägen zur Stelle sein! Da es dieses völlig unnötige Amt leider braucht und es nahezu egal ist, welcher ausrangierte Politiker es bekleidet, ist es vielleicht doch keine schlechte Nachricht.
Christian Uhl, Wien
Erschienen am Mi, 27.3.2024
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