Es ist immer wieder interessant, Andreas Mölzers Kolumne ,,Andererseits“ in der ,,Krone“ zu lesen – so wie am 29. Oktober, als er über ein Interview von Bundeskanzler Stocker mit einem Nachrichtenmagazin schrieb. Darin äußerte sich der Kanzler, er sehe keinen Vorteil darin, als „‚Vizekanzlerpartei‘ unter Kickl zu regieren“. Egal, ob man nun für oder gegen die FPÖ ist: Es sollte eine absolute Selbstverständlichkeit sein, für ein Land arbeiten zu dürfen, wenn das vom Souverän durch eine demokratische Stimmenmehrheit genau so gewollt wird. Allen Politikern jeglicher Couleur sollte schön langsam einleuchten, dass künstliche „Brandmauern“ (wie man sie aus Deutschland kennt) dem Volk längst ein Dorn im Auge sind. Sie bewirken oft genau das Gegenteil von dem, was sich solche „Oberdemokraten“ davon erwarten. Herr Stocker hat doch bei der Fußball-WM bewiesen, dass er sportliche Ambitionen hat. Warum soll also nicht einfach der Bessere gewinnen – oder eben regieren?
Josef Pratsch, Angern
Erschienen am Fr, 30.10.2026
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