Klimaschutz predigen, Flugverkehr beschenken: Die Klimakrise eskaliert – und Österreich überlegt allen Ernstes, das Fliegen noch billiger zu machen. Wie absurd ist das denn? Während Superreiche mit ihren Privatjets Millionen Tonnen CO₂ verursachen, diskutiert die Politik über die Abschaffung der Flugabgabe. Dabei genießt der Flugverkehr bereits enorme Steuerprivilegien: keine Mineralölsteuer auf Kerosin im gewerblichen Luftverkehr, keine Mehrwertsteuer auf internationale Flüge und Grundsteuerbefreiungen für Flughäfen. Gleichzeitig verschlingen die Folgen der Klimakrise Milliarden. Die Politik muss endlich Farbe bekennen: Klimaschutz ernst nehmen oder weiterhin klimaschädliche Privilegien verteidigen? Statt die Flugabgabe zu streichen, braucht es Steuergerechtigkeit, Kostenwahrheit und den Abbau umweltschädlicher Begünstigungen. Wer ständig von Budgetnot und Klimaverantwortung spricht, darf nicht gleichzeitig neue Steuergeschenke für den Flugverkehr verteilen. Schluss mit dieser Doppelmoral! Die Gewinne werden privatisiert, die Klimaschäden sozialisiert – und die Allgemeinheit zahlt die Rechnung!
Claudia Schneider, Graz
Erschienen am Fr, 30.10.2026
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