Das freie Wort

Aus für russisches Gas

Dass Österreich im Rahmen seiner Möglichkeiten zu den tatkräftigsten Unterstützern der Ukraine – besonders auf humanitärem Gebiet – zählt, ist unbestritten. Umso verstörender erscheint die Ankündigung von Kiews Energieminister German Galushchenko, nach Ende 2024 kein russisches Gas mehr durch die Ukraine nach Europa zu leiten. Am empfindlichsten davon betroffen wären österreichische Haushalte und unsere schwächelnde Industrie, die sich danach aus anderen Quellen zu wesentlich höheren Preisen versorgen müssten. Es ist jedoch schwer vorstellbar, dass Präsident Zelenskij aus eigenem Antrieb eine derartige Unverfrorenheit und Dreistigkeit durchsetzen würde, um eine solche Drohung Realität werden zu lassen. Ebenfalls verwundert, dass bisher kein einziges unserer Regierungsmitglieder dagegen auch nur die leiseste Kritik erhoben, geschweige denn geeignete Gegenmaßnahmen in Aussicht gestellt hat. Deshalb keimt beinahe der Verdacht auf, dass diese perfide Aktion ebenso wie die seinerzeitigen EU-Sanktionen gegen unser Land von österreichischen Politikern bestellt wurde, um den Umstieg ihrer Bürger auf erneuerbare Energie voranzutreiben.

Herwig Sembol, St. Georgen an der Gusen

Erschienen am Mo, 25.3.2024

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