DI Dr. Klaus Woltron beschreibt unter QUERGEDACHT in seinem Beitrag „Die neue Weltordnung“ die globale Lage der USA und EU: „Die USA haben ihre Macht überdehnt und sich ungewollt einen übermächtigen Block autoritärer Staaten zu Gegenspielern gemacht.“ Er hat recht, es ist für die USA eine große Herausforderung, viele bewaffnete Konflikte zu bewältigen. Wir erleben die Wiederkehr des geopolitischen Wettbewerbs und der Systemrivalität, aber jetzt in einer multipolaren Welt. Mit Blick auf den Krieg in der Ukraine, den bewaffneten Konflikt im Nahen Osten und Chinas Krisenregion Taiwan leben wir in einer unsicheren Welt. Probleme schaffen auch die vom Iran gestützten Huthi-Rebellen, welche Handelsschiffe im Roten Meer kapern und mit Drohnen beschießen. Der zivile Schiffsverkehr muss Umwege fahren. Das kostet Zeit und Geld. Einige Staaten antworten unter Führung der USA mit Luftangriffen auf Stützpunkte der Rebellen im Jemen. Die EU wird bald ohne Unterstützung der USA dastehen. Dann muss sie aufpassen, nicht der Vasall anderer Weltmächte zu werden. Sie müsste doch ein Interesse haben, dass zumindest an der Peripherie Europas geordnete Verhältnisse herrschen.
Oberst i.R. Kurt Gärtner, Wels
Erschienen am Do, 18.1.2024
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