Die aktuelle Einwanderung nach Österreich, meist illegal und als Flucht mit Asyl- und Sozialansprüchen getarnt, wird von mancher Seite mit Wanderbewegungen in der Monarchie verglichen. Natürlich Unsinn, weil man Äpfel mit Birnen vergleicht, denn großräumige Bewegungen innerhalb eines Landes werden als Binnenwanderung definiert. Wenn jemand von Olmütz nach Wien oder von Lemberg nach Graz übersiedelte, blieb er im gleichen Land. Außerdem waren die kulturellen Unterschiede trotz sprachlicher Differenzen in den Kronländern der Monarchie überschaubar, und die Menschen kamen nicht aus völlig anderen Kultur- und Religionskreisen. Aber der größte Unterschied besteht darin, dass Zuwanderer früher die Landessitten angenommen haben, aber jetzt versuchen, dem Land ihre Sitten aufzudrängen.
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