Wie man der „Kronen Zeitung“ entnehmen konnte, hat Herr Babler, seines Zeichens Bürgermeister von Traiskirchen und Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei, in seiner Heimatgemeinde die Gebühren saftig erhöht. Darauf angesprochen, meinte er, da sei nicht er, sondern sein Vizebürgermeister in der Sitzung gewesen. Für wie dumm hält uns eigentlich dieser Herr, dass wir glauben sollen, der Vizebürgermeister spricht sich nicht mit dem Bürgermeister ob, oder hat er jede Kontrolle über Traiskirchen verloren? In den Medien zwar laut nach Gebührenstopp zu rufen, aber keck zu behaupten, man müsse die Erhöhung durchziehen, da die Bundesregierung die Teuerung bei Bau- und Zinskosten nicht stoppe und man ja Erhaltungsmaßnahmen und Reparaturen durchzuführen habe. Aha, das gilt also nur für Herrn Babler und seine Gemeinde, nicht aber für alle anderen, wie z. B. Vermieter etc. Die sollen die Teuerung schlucken, aber gleichzeitig energetisch sanieren. Das ist sichtlich ein sozialdemokratisches System, denn auch in Wien spielt sich das Gleiche mit ähnlichen Argumenten ab. Da wird einfach nur dreist abkassiert unter dem Deckmantel: Die Bundesregierung ist schuld. Und da wundert sich niemand mehr, wenn es Politikverdrossenheit bei so viel Unverschämtheit gibt.
Dr. Peter Lauringer, per E-Mail
Erschienen am So, 10.9.2023
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