Das freie Wort

Blutgeld

Auch wenn einige unserer Politiker und Politikerinnen nach dem „Blutgeld“-Sager des EU-Diplomaten Martin Selmayr sofort in die Knie gehen, ist festzuhalten, dass Selmayr mit dieser Aussage keinesfalls recht hat und diese ein ungebührliches Verhalten gegenüber seinem Gastland Österreich darstellt. Bekanntlich ist es für unser Land nicht möglich, von einem Tag auf den anderen auf die Gaslieferungen aus Russland zu verzichten. Zum einen sind derzeit auch noch andere EU-Länder gezwungen, Gas aus Russland zu beziehen und zum anderen werden die Bemühungen Österreichs, vom Russlandgas wegzukommen, zu wenig gewürdigt. Das neutrale Österreich hat schon genug Opfer gebracht und Einbußen hingenommen, für einen Krieg, der nicht der unsere ist. Und sollte der „Diplomat“ Selmayr weiterhin nicht wissen, wie er sich in einem Gastland zu benehmen hat, ist von der österreichischen Regierung nicht Einknicken, sondern Stärke gefordert, und Selmayr ist auszuweisen.

Franz Köfel, Völs

Erschienen am So, 10.9.2023

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