Bevor sich in Österreich kollektiv inszenierte oder tatsächliche Atemaussetzer betreffend die sogenannte „grüne Kernenergie der EU“ breitmachen, gebe ich als Gegner der Atomkraft dennoch Folgendes zu bedenken: Der Großteil der Energie der Union kommt aus fossilen Brennstoffen. Der Rest teilt sich auf Atomenergie und erneuerbare Formen auf. Ein gleichzeitiger Ausstieg aus allen Produktionsweisen außer Wasser, Wind und Sonne ist daher völlig unmöglich und die Forderung danach realitätsfern. Dass mit einem Ende der Kohlekraftwerke begonnen wird, ist sehr vernünftig. Weiters hat jeder Staat die Freiheit, auf Atomkraft zu setzen oder eben nicht. Genauso wie wir Österreicher/innen entscheiden werden, ob wir Finanzprodukte, die Investments in Atomkraft enthalten, kaufen oder eben nicht kaufen werden. In Zukunft – bei weit fortgeschrittenem Ausstieg aus fossiler Energieproduktion – wird heftig zu diskutieren sein, wie die Europäische Union mit der Kernenergie umgehen kann. Nur eines geht am Ende des Tages ganz sicher nicht: eine Position gegen Atomkraft, gegen Kohle, gegen Gas und womöglich noch gegen Wasserkraft, wie das Beispiel Hainburg zeigte.
Michael Wiesinger, Präsident der Europäischen Akademie Wien
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