Das freie Wort

Teurer Ärztemangel

Danke, dass dieses für unser Land ernste Thema wieder einmal von der „Krone“ prominent aufgegriffen wird. Ich wies schon öfters in meinen Leserbriefen auf diesen extrem unbefriedigenden Zustand hin, der eigentlich untragbar ist. Da beginnen viele junge Menschen – auch aus dem Ausland kommend – bei uns ein Medizinstudium, lassen sich dieses überwiegend vom österreichischen Steuerzahler finanzieren und verschwinden dann nach Studienabschluss auf Nimmerwiedersehen nach Deutschland, in die Schweiz oder sogar in die USA, wo sie sich vermutlich niemals ein derartiges Studium hätten leisten können. Und der österreichische Steuerzahler steht dann dumm da und muss sich mit den Problemen eines Ärztemangels im Land auseinandersetzen, nur weil man wieder einmal in voreiliger Toleranz darauf verzichtet hat, eine gesetzlich vorgeschriebene „Mindestlaufzeit“ von in Österreich ausgebildeten Ärzten vorzuschreiben. Unsinn hoch zehn. Fakt ist jedenfalls, dass wir uns diesen „Luxus“ ganz einfach nicht mehr leisten können und wollen, und dass wieder einmal unsere Damen und Herren Abgeordnete aufgerufen sind, rasch im Parlament ein Gesetz zu schaffen, welches die Rückzahlung, zumindest eines Teils, der Ausbildungskosten von jenen fertigen Ärzten einfordern soll, die sich nicht wenigstens fünf bis zehn Jahre weiter in Österreich aufhalten und der Bevölkerung ihre ärztliche Kunst zur Verfügung stellen.

Martin Krämer, per E-Mail

Erschienen am Mi, 15.12.2021

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Weitere Leserbriefe
15.4.2026Datum auswählen

Für den aktuellen Tag gibt es leider keine weiteren Leserbriefe.

Voriger Tag
15.4.2026Datum auswählen
Nächster Tag
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt