Alexander Schallenberg ist, wie viele seiner Ministerkollegen auch, ein tadelloser Minister, der seine Aufgaben bemüht und gut erledigt. Er soll nun auch – wie von der Opposition gefordert – mit der gesamten türkisen Regierungsmannschaft aufgrund der „fürchterlichen“ Ereignisse um Inserate in einer Boulevardzeitung, die sich vor Jahren abgespielt haben, zurücktreten. Also eine klassische „Kollektivstrafe“, gegen die wir richtigerweise entschieden auftreten müssten, sind doch im Laufe der Geschichte schon viel zu viele Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder Parteizugehörigkeit verurteilt worden. Es geht einzig um persönliche Schuld, und die hat die Justiz zu ermitteln, bis dahin gilt die Unschuldsvermutung. Vorverurteilungen und kollektive Aburteilungen haben hier nichts zu suchen, das sollten sich die selbst ernannten Moralapostel der Oppositionsparteien hinter die Ohren schreiben.
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