Das freie Wort

Berater der Politik

Es ist unglaublich, wie viele Expertinnen und Experten diese Pandemie hervorgespült hat: Epidemiologen, Virologen, Infektiologen, Mathematiker, Simulationsforscher usw. Sie alle haben jetzt plötzlich einen Stellenwert und einen Bekanntheitsgrad erlangt, den sie ohne Pandemie nie bekommen hätten. Kein Wunder also, dass sie an einem Ende dieser Situation nicht sonderlich interessiert sind und daher unsere Politiker mit immer mehr düsteren Aussichten füttern. Ohne Pandemie würde sich ja bald niemand mehr für sie interessieren, ihre Wichtigkeit würde bald wieder verblassen. Ich möchte aber unbedingt erwähnen: Ich bin kein Corona-Leugner, ich weiß, dass Covid-19 eine gefährliche Infektionskrankheit ist, aber zur Bekämpfung würden die bekannten Grundregeln wie Masken tragen, Abstand halten, Hygienemaßnahmen und vor allem Impfen ausreichend sein. Das Tragen der Masken hat zum Beispiel dazu geführt, dass es heuer so gut wie keine Grippe-Toten gab. Setzt man das mit den wirklich an Corona-Verstorbenen in Relation, gibt es zwar eine deutliche Übersterblichkeit, aber nicht in dem Ausmaß, wie sie uns ständig vorgehalten wird. Natürlich ist jede/r Tote eine/r zu viel, und mein Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen. Aber weltweit sterben täglich zigtausend Menschen an Armut und Hunger. Wo bleiben hier die guten Ratschläge unserer Expertinnen und Experten?

Dieter Pantorotto, Münster

Erschienen am Mo, 29.3.2021

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