Bekanntlich fließen jährlich mehr als 20% des österreichischen Budgets – also satte 25 Milliarden – als Zuschuss in die staatlichen Pensionsleistungen. Trotzdem haben wir eine zunehmende Altersarmut, sodass betagte Menschen weiterarbeiten müssen oder manche sogar Dosen sammeln müssen. Mit einem scheinbar klugen Schachzug will jetzt die Regierung dieses Problem lösen. Sie bietet den Arbeitnehmern an, auf die ihnen nach jahrzehntelanger Arbeit zustehende Abfertigung zu verzichten und diese in eine Pensionskasse einzuzahlen, wo sie dann monatlich einen kleinen Betrag als sogenannte Zusatzpension in kleinen Raten ausbezahlt bekommen sollen. Den Vorteil dieses Modells verstehen wahrscheinlich nur die Regierungsmitglieder! Das ist bestenfalls eine Umschichtung des eigenen Geldes, aber sicher keine Verbesserung des Einkommens. Haben unsere Sozialpolitiker nicht erkannt, dass eine wirkliche Verbesserung des Pensionseinkommens nur durch eine obligate Firmenpension als Ergänzung zur staatlichen Pension möglich ist? 25% der österreichischen Arbeitnehmer beziehen eine solche Zusatzpension und sind recht froh darüber. Natürlich kann sich diese Sozialleistung nicht jeder Betrieb leisten. Aber das wäre eben die Aufgabe der Politik, mit vernünftigen Signalen an die Arbeitgeber ein solches Modell steuergünstig, also mit geringen Mehrkosten zu entwickeln. Ziel wäre eine zusätzliche Firmenpension für alle Arbeitnehmer, insbesondere auch für in dieser Frage benachteiligte Frauen. Und so nebenbei wäre dies auch ein Modell, die Arbeitsfreude und Arbeitswilligkeit von Mitarbeitern zu fördern, denn in den Genuss kämen nur Leistungsbringer. Ja, werte Regierung: wieder eine Chance vertan.
Dr. Peter Kozlowsky, Auersthal
Erschienen am Fr, 24.4.2026
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