Endlich gibt es wieder einmal eine neue Verordnung. Auch wenn nicht alles nachvollziehbar ist, es ist nun einmal so, ob es einem passt oder nicht. Natürlich gilt auch hier ganz allgemein das Sprichwort „Allen recht getan, ist eine Kunst, die niemand kann“. Allerdings fällt eines ganz stark auf – einige Branchen sind mit den Ausfallsentschädigungen (vorausgesetzt, dass sie diese auch tatsächlich erhalten), recht gut bedient, während andere wieder sehr wenig bekommen und leider eine weitere Gruppe so gut wie gar nichts oder bestenfalls den berühmten „Tropfen auf dem heißen Stein“. So erhalten zwar zumeist direkt betroffene Unternehmen einen Kostenersatz, mit dem wenigstens das Überleben möglich ist, indirekt Betroffene, die es zumeist genauso hart trifft, bekommen dagegen nur Bruchteile und müssen schauen, wie sie diese Krise durchstehen können. Was mir aber besonders aufstößt ist, wie die ganze Krise und das „Drumherum“ kommuniziert werden. Etwas, das gestern noch gegolten hat, stimmt morgen schon nicht mehr. Planbarkeit ist nicht mehr gegeben, obwohl diese eine ganz wichtige Komponente in der Wirtschaft darstellt. Kein Geschäftspartner würde derartige mit Unsicherheiten vollgeladenen Botschaften und Ankündigen akzeptieren. Auch das von Söder & Co. angeheizte „Theater“ um die österreichische Skisaison ist „Show pur“. Tourismusministerin Köstinger sagte noch vor wenigen Tagen, dass wir uns von niemandem vorschreiben lassen, wie unsere Wintersaison aussehen soll, und wenige Tage darauf folgt die Nachricht Gastronomie und Hotels zu, und in Gottes Gnaden, Lifte ab 24. Dezember offen. Ich will das weiter nicht kommentieren. Aber wäre es nicht ehrlicher, glaubwürdiger und vertrauensbildender gewesen, zu sagen, wenn es die Einschätzung der Experten zulässt, öffnen wir zum Zeitpunkt X, wenn nicht, dann nicht. Das wäre eine klar verständliche und ehrliche Ansage. Man wollte aber die Botschaft „Nicht mit uns“ verbreiten und hat dennoch kurz danach eine Verordnung erlassen, die weder „Fisch noch Fleisch“ ist, dafür aber genau in das Bild passt, das uns bereits seit Monaten geboten wird. Nun aber erfahren wir die Gnade einer „Weihnachtsamnestie“. Zehn Personen dürfen zusammen feiern, Oma und Opa dürfen auch dabei sein, und man glaubt es kaum, wir dürfen auch nach 20 Uhr noch auf der Straße angetroffen werden. Fragt sich bloß, was wir dort tun sollen, außer mit dem Hund Gassi zu gehen. Gastronomie, Hotellerie, Kunst und Kultur haben ohnehin geschlossene Pforten.
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