In den letzten Wochen sind die Corona-Fallzahlen wieder kontinuierlich angestiegen. Aus diesem Grund hat die Regierung wieder schärfere Maßnahmen verordnet (erlassen). Diese tragen dazu bei, dass wieder zahlreiche Betriebe in Gastronomie und Tourismus in die Pleite getrieben werden, folglich gibt es wieder mehr Arbeitslose. Diese Menschen müssen nun mit erheblichen finanziellen Einbußen rechnen. Es gibt in Österreich aber zwei Personengruppen, die seit Ausbruch der Pandemie keinen einzigen Euro Verlust erlitten haben. Es handelt sich um die Pensionisten und die Politiker. Es wäre aber vermessen, von den Pensionisten einen Solidaritätsbeitrag einzufordern. Ganz anders ist dies bei den Politikern. Diese Gruppe könnte schon einen kleinen Beitrag leisten, ohne deshalb am Hungertuch zu nagen. Vorstellbar wäre eine Abgabe von 30% des Einkommens für die nächsten 3 Monate. Vom Bundespräsidenten über Bundesregierung, Nationalräte, Bundesräte, Landesregierung bis zu Landesräten könnte ich mir eine Beteiligung vorstellen. Wenn diese finanziellen Mittel in einen Fonds eingezahlt werden, könnten doch einige Betriebe vor dem Ruin gerettet werden – und somit auch Arbeitsplätze. Die Frage ist nur, wer so einen Antrag im Parlament einbringen wird. In der jetzigen schwierigen Lage hilft jeder Euro – keine Frage.
Josef Bauer, St. Stefan ob Leoben
Erschienen am Do, 22.10.2020
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