Der Wiener Gesundheitsstadtrat Hacker bezeichnete das Innenministerium als „Propagandaministerium“. In Anbetracht der Wien-Wahl muss man ihm zustimmen. Innenminister Nehammer spannte sich nämlich seit Beginn der Corona-Krise und der damit verbundenen hohen Medienpräsenz vor den Wahlkampfkarren der Wiener VP bzw. des Spitzenkandidaten Blümel. Ständig rügte er die Wiener Stadtregierung für die hohen Infektionszahlen in unserer Bundeshauptstadt. Für die Clusterbildungen in schwarzen/türkisen Bundesländern Tirol (Ischgl), Salzburg (Rotary-Club), Ober- u. Niederösterreich fand er bisher kein Wort der Kritik. Aber nicht nur Nehammer missbraucht die Corona-Pandemie für den Wiener Wahlkampf. Angefangen vom Bundeskanzler, den Ministern, dem NR-Präsidenten bis zum letzten schwarzen Hinterbänkler im Parlament, alle schießen mit Giftpfeilen auf Wien. Egal, welche Themen in Pressekonferenzen, im U-Ausschuss oder im Parlament auf der Tagesordnung stehen, von den Türkisen wird zunächst auf das „Rote Wien“ eingedroschen. Ob so vieler Unterstützung durch seine „Freunde“ könnte Blümel himmelhoch jauchzen, aber er muss auch vorsichtig sein! Vielleicht soll er aus der Bundes- in die Wiener Stadtregierung weggelobt werden. Anscheinend sind seine „Freunde“ nicht mehr bereit, einen Finanzminister mit Erinnerungslücken in der Regierung zu halten.
Peter Grandits, Stinatz
Erschienen am So, 11.10.2020
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