Während der vergangenen Tage sind wieder Hunderte junge Tunesier mit einem Dutzend Booten auf der italienischen Mittelmeerinsel Lampedusa gelandet und hoffen, rasch auf das italienische Festland gebracht zu werden, um weiter illegal nach Westeuropa – speziell Frankreich – ziehen zu können. Angesichts der Tatsache, dass Tunesien ein Land ist, in das wir auf Urlaub fahren und in dem derzeit keinerlei Verfolgungen stattfinden, welche einen Asylgrund rechtfertigen könnten, frage nicht nur ich, wie die EU mit derartigen Anlandungen nachvollziehbar umgeht? Werden diese Menschen einem ordentlichen Asylverfahren zugeführt, oder aber werden sie im Eilverfahren wieder nach Tunesien zurückgebracht? Geschieht das Gleiche mit Anlandenden aus Algerien oder Marokko? Der Verdacht kommt auf, dass speziell nordafrikanische Staaten ihre Hausaufgaben nicht machen, indem sie einerseits nicht den offenbar in großem Rahmen stattfindenden Import von Gummibooten stoppen und andererseits nur halbherzig das Ablegen dieser Boote verhindern. Denn sie wissen, dass ein paar Meilen vor der Küste ohnehin speziell deutsche NGO-Schiffe „lauern“, um diese Migranten in der Regel sicher nach Europa zu schleusen. Solange diese Praktik nicht verlässlich und dauerhaft abgestellt wird und solange NGO-Schiffe trotz oft wochenlanger Warterei vor diversen italienischen oder maltesischen Häfen ihre „Passagiere“ schlussendlich einer nicht gefragten europäischen Allgemeinheit zur weiteren Fürsorge übergeben können, wird weder das Ertrinken von Menschen im Mittelmeer noch das ständige Schleusen von afrikanischen Migranten nach Europa ein Ende haben. Denn es geht – trotz diverser humanitärer Mäntelchen, die man diesem profitablen Geschäftszweig gerne umhängen möchte – in Wahrheit nur um Geld.
Martin Krämer, per E-Mail
Erschienen am Di, 29.9.2020
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
Liebe Leserin, lieber Leser,
die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.