Drama um Folarin Balogun: Erst hatte der Stürmer das US-Team im WM-Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina mit 1:0 in Führung geschossen, dann flog der 24-Jährige nach einem Foul vom Platz. Eine Entscheidung, die für Diskussionen sorgt.
Was war passiert? Nach rund 60 Minuten erwischte Folarin Balogun Ex-Bundesliga-Kicker Tarik Muharemovic mit der offenen Sohle am Knöchel. Der VAR schaltete sich ein und der brasilianische Schiedsrichter Raphael Claus sah sich die Szene noch einmal genauer an. Die Folge: Der Referee zeigte Balogun die Rote Karte. Ausgerechnet der Tor-Held der USA musste vorzeitig unter die Dusche.
„Es wird mit zweierlei Maß gemessen!“
„Für mich ist das keine Rote Karte“, meint ORF-Experte Michael Liendl und spricht noch einmal die Aufreger-Szene rund um Lionel Messi an. Im ersten Spiel der Argentinier gegen Algerien war der Ausnahmekönner ebenfalls mit offener Sohle dem algerischen Verteidiger Aissa Mandi von hinten in die Wade gestiegen.
Dass Balogun nun vom Platz geschickt wurde und Messi nicht einmal Gelb bekommen hatte, kann Liendl nicht nachvollziehen. „Es wird mit zweierlei Maß gemessen!“ Auch im Netz ist die Aufregung groß, einmal mehr ist von einem WM-Bonus für die Superstars die Rede.
Balogun im Achtelfinale gesperrt
Trotz der Roten Karte durften die USA am Ende jubeln. Nach einem 2:0-Erfolg gegen Bosnien-Herzegowina steht der Gastgeber im Achtelfinale. Dort wartet nun Belgien. Topstürmer Balogun, der bereits drei Treffer bei der WM erzielen konnte, muss nach seinem Platzverweis jedoch zusehen.
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