An sich wäre es kein Problem, die Kulturszene dem Publikum zugänglich zu machen. Zwischen den Theaterbesuchern bleibt jeweils ein Sitz frei. Und man könnte die Besucher unterschreiben lassen, dass sie sich des Risikos der Corona-Situation bewusst sind. Sitzen zwei Personen nebeneinander, lässt sich das leicht überprüfen, ob es sich um ein Ehepaar handelt, mittels Ausweis oder, wenn es sich um eine Partnerschaft handelt, mittels des Meldezettels überprüfbar durch die Billeteure. Eine Kopie des Meldezettels mitzuführen kann man in einer Krise verlangen. Österreich als das Kulturland Nummer 1 weltweit hat es sich nicht verdient, die Kulturszene auszusperren und auf Hunderte Millionen an Einnahmen zu verzichten. Kultur hat auch mit Psychohygiene der Bevölkerung zu tun. Aber leider ist es wie meist in der Politik, man überlässt die Entscheidungen ahnungslosen Entscheidungsträgern.
Rudolf H. Krenn, Wien
Erschienen am Do, 7.5.2020
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