Das freie Wort

Gehälter

Man muss sich einmal die Gehälter und Abfertigungen (von in Zukunft noch zustehenden Pensionen gar nicht zu sprechen) von diversen Managern der Casinos Austria zu Gemüte führen. Wenn man dies liest, kann man nur sagen: Nobel geht die Welt zugrunde. Ohne Zweifel sind diese Manager exzellente Verhandler, sonst könnte (glaubt man) so etwas gar nicht möglich sein. Zu unserem sozialen Staat möchte ich ein Beispiel bringen, welches nicht die Manager betrifft, sondern den kleinen Staatsbürger: Ein Witwer (88 Jahre mit einer Pension von unter 1500 ¤ netto) bezieht von seiner verstorbenen Gattin (Pension ca. 350 ¤) eine Witwerpension (möglich wären maximal 60% der Pension der Verstorbenen) von sage und schreibe 49 Cent (in Worten: neunundvierzig Cent). Wohlgemerkt, nicht 49 Euro, sondern 49 Cent, dies aber Gott sei Dank netto! Man hält es kaum für möglich, aber es ist leider so, denn das entspricht voll den geltenden Vorschriften/Regeln. Österreich ist ohne Zweifel ein sozialer Staat, aber so etwas sollte es doch nicht geben. Das ist doch eine Veraung des Witwers, der ein Leben lang gearbeitet und natürlich auch immer brav in das System eingezahlt hat. Aber: Hier gibt es wie bei diversen Managern nach oben und bei kleinen Staatsbürgern nach unten (Betonung liegt auf „nach unten“) scheinbar keine Grenzen. Im angeführten Beispiel kann man folgenden Schluss ziehen: „Bis jetzt hattet ihr nicht viel, und nach dem Tode des Partners brauchst du, obwohl die Kosten für das Haus die gleichen bleiben, auch nicht mehr.“ Schluss und basta! Obwohl sehr viele, die nie in das System einzahlten, kaum weniger, wenn nicht noch mehr bekommen, nennt man dies schön sozial ausgewogen. Oder?

Max Hiermann sen., Götzendorf an der Leitha

Erschienen am Mo, 23.12.2019

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