Ich las in den Kurznachrichten: „Der Wähler wusste nicht, wofür die SPÖ steht“, so der frühere Wahlkampfleiter der SPÖ und nunmehrige Bundesgeschäftsführer Christian Deutsch. Sind denn nun die Wähler dumm? Oder gesteht er den Fehler eines von ihm geleiteten Wahlkampfes ein, indem die Informationen beim Volk nicht angekommen sind? Ist das die Art der Schadensbegrenzung, die die SPÖ betreibt? Einen Sündenbock hat man ja schon gefunden (und ausgetauscht) – das übliche Szenario nach einer Wahlschlappe. Ja – es wird wohl an der Glaubwürdigkeit liegen. Der Wähler durchschaut Inszenierungen und erkennt Widersprüche, z. B. wenn Sozialwohnungen verkauft werden. In Wien Altbauten (unnötigerweise) abgerissen, statt saniert werden, weil man da nicht genug Miete verlangen kann. Und dann druckt man auf Plakate: „Wohnen muss leistbar sein!“
Inge Schranz, per E-Mail
Erschienen am Mi, 9.10.2019
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