Die Regelung der Vizekanzler-Nachfolge beim SPÖ-Treffen am Sonntag toppt jedes Kasperltheater. Eine typisch österreichische Lösung: nicht Fleisch und nicht Fisch, ein Weiterwursteln wie bisher. Der Kasperl bekommt zwei Aufpasser zur Seite gestellt, anstatt Rückgrat zu beweisen und mit sofortiger Wirkung zurückzutreten. Stattdessen wird das Dilemma prolongiert – jetzt sogar in dreifacher Ausfertigung. Der Stillstand Österreichs ist zumindest bis zum SPÖ-Parteitag im Frühling einzementiert. Nur keine Neuwahlen, um das „blaue Krokodil“ nicht noch weiter zu reizen. Statt durch einen echten Neustart in die Offensive zu gehen, setzt man alles daran, um am lukrativen Futtertrog zu bleiben. Koste es, was es wolle.
Mag. Margot Aljancic, Spittal/Drau
Erschienen am Di, 6.10.2026
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