Es gibt einen politischen Selbstinszenierer in Österreich, welcher zufällig der Sohn des ehemaligen Bundeskanzlers gleichen Familiennamens ist und deshalb meint, sich im Dunstkreis der leidenden SPÖ immer wieder pseudokritisch öffentlich aufspielen zu müssen. Nikolaus Kern nervt dabei extrem und geht mit seiner Profilierungsneurose regelmäßig zu weit. Er fördert damit nicht den von vielen gewünschten parteiinternen Reformprozess, sondern schädigt massiv den Ruf einer Partei, deren Mitglied er mangels Zahlung des Mitgliedsbeitrages schon länger nicht mehr ist. Dass es jetzt einer wachsenden Zahl von SP-Funktionären gehörig reicht und ein Ordnungsruf des Ex-Kanzlers an dessen Sohn verlangt wird, erscheint mehr als verständlich.
Martin Krämer, per E- Mail
Erschienen am Di, 8.10.2019
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