"Betroffenheit, Trauer, Wut, vielleicht auch Hass hat uns in den vergangenen Tagen begleitet. Wir mussten zur Kenntnis nehmen, dass es in unserer Stadt etwas gibt, dass wir nicht fassen können", so der Geistliche. Die Bevölkerung sei nun gefordert, "zu helfen und solidarisch zu sein, dass für die Kinder und Frauen ein Leben möglich wird", meinte der Pfarrer.
Veranstaltet wurde das Lichtermeer von der erst am Dienstag gegründeten Initiative "Gemeinschaft menschlich berührt". Ins Leben gerufen wurde diese von zwei Müttern. "Wir wollen positiv wirken, Anteilnahme ausdrücken", so eine der beiden. "Wir sind da", erklärte die Frau. Die Gruppe bestehe aus "menschlich berührten Bürgern". Zudem soll dem durch das Drama entstandenen Eindruck über Amstetten entgegen gewirkt werden.
Medieninteresse tat Veranstaltung keinen Abbruch
Speziell viele Kinder und Pensionisten waren zu dem Lichtermeer gekommen, bei dem auch Lieder von einem Chor vorgetragen wurden. Teils waren die Kerzen in Holzlaternen geschützt. Wer zunächst ohne Kerze den Hauptplatz besucht hatte, erhielt eine von den Mitgliedern der Initiative. Das Medieninteresse an dem Lichtermeer war dementsprechend groß, der berührenden Veranstaltung tat dies jedoch keinen Abbruch.
Maifest abgesagt - Amstetten "zutiefst betroffen"
Das Maifest, an dem auch Landeshauptmannstellvertreter Josef Leitner teilnehmen hätte sollen, wurde angesichts der Ereignisse in der Bezirksstadt abgesagt. "Unser Mitgefühl gilt den Opfern", so Hermann Gruber, Sprecher des Bürgermeisters Herbert Katzengruber. Auch am Donnerstag, dem 1. Mai, werden in der Umgebung keine Feste anlässlich des Feiertages abgehalten.
Gruber betonte, Amstetten sei "zutiefst betroffen". Ein "Imageschaden" für die Stadt sei zugegen. Diesem soll aber entgegengewirkt werden. Amstetten sei eine Stadt mit "hoher Lebensqualität. Wir werden diesen Weg weitergehen", meinte Gruber. Der Bürgermeistersprecher meinte, es sei geplant, künftig stärker auf Vereine zuzugehen um gemeinsam "etwas zu schaffen und zu erreichen". Dass der Familie des Opfers geholfen werde, sei "klar", so Gruber.
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