Eskorte zur Kirche

Bischof saß im ¿Spreng-Stau¿

Oberösterreich
27.04.2008 19:28
Die Sprengung der Autobahnbrücke bei Vorchdorf sorgte nicht nur bei vielen Autofahrern für Ärger im Stau auch auf den Umfahrungsstrecken, sondern gefährdete auch die Firmung in der Pfarre Ungenach: Denn im Stau saß der Linzer Alt-Bischof Maximilian Aichern fest, der das Sakrament spenden sollte. Er wurde dann von Polizeistreifen zur Messe gelotst.

Am Samstag um 16 Uhr wurde die Westautobahn zwischen Vorchdorf und Steyrermühl völlig gesperrt, um 18.30 Uhr dann die 300 Tonnen schwere Brücke über die A 1 gesprengt. Während etwa siebzig Kilo Dynamit die alte Stahlkonstruktion zerlegten, kam es in beiden Fahrtrichtungen - trotz der angekündigten Totalsperre - zu kilometerlangen Staus, die sich erst gegen 22 Uhr auflösten. Auch die Ausweichrouten waren rasch hoffnungslos überlastet.

Mitten im Verkehrs-Chaos steckte auch der Linzer Alt-Bischof Maximilian Aichern fest, der auf der Fahrt nach Ungenach war, wo Samstag Abend um 19 Uhr in der Pfarrkirche die Firmlinge auf ihn warteten. Der Bischof wurde schließlich von einer Polizeistreife aus dem Stau herausgelotst, damit er das heilige Sakrament spenden konnte. Allerdings erst mit einer halben Stunde Verspätung. „Das war das erste Mal seit 1966, dass ich zu einer Firmung zu spät gekommen bin“, so der Alt-Bischof.

 

Foto: Hannes Markovsky

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