Trotz Protesten
Freispruch für US-Polizisten im Fall Sean Bell
Ausland
26.04.2008 18:09
Mit 50 Schüssen haben New Yorker Polizisten im November 2006 einen unbewaffneten jungen Schwarzen getötet. Jetzt wurden die drei Beamten vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen. Der Richter sah nach zwei Monaten Prozessdauer mit 50 Zeugen keinen Beweis dafür, dass die Schüsse nicht gerechtfertigt waren.
Wie schon die Tat vor 17 Monaten löste auch das Urteil heftige Proteste in der Bevölkerung aus. Vor dem Gerichtsgebäude skandierten Hunderte Menschen "Mörder, Mörder!"
Der 23-jährige Sean Bell, Vater zweier kleiner Kinder, stand kurz vor der Hochzeit mit seiner Verlobten Nicole Paultre und hatte in einem Striptease-Lokal mit zwei Freunden seinen Abschied vom Junggesellendasein gefeiert. Als die drei den Club verließen, rammten sie mit ihrem Auto ein ziviles Polizeifahrzeug.
Daraufhin eröffneten die Polizisten das Feuer auf den Wagen der unbewaffneten Männer. Bell war sofort tot, sein beiden Freunde wurden verletzt. Einer der jetzt freigesprochenen Beamten hatte 31 Schüsse abgegeben, ein anderer elf...
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