Rebellen-Angriff
24 Tote bei Bombenanschlag auf Bus in Sri Lanka
Der Anschlag sei definitiv von den tamilischen Rebellen der LTTE verübt worden, sagte Militärsprecher Udaya Nanayakkara. Augenzeugen berichteten von einem gewaltigen Feuerball, der über dem Bus aufstieg. Zahlreiche Leichen seien am Anschlagsort auf dem Boden gelegen, darunter auch jene eines buddhistischen Mönchs und eines Kleinkindes. Die Bombe war nach Angaben des Militärsprechers in einem Gepäcknetz über den Sitzen versteckt.
Der Anschlag ereignete sich während des abendlichen Berufsverkehrs. In der Busstation sollen zum Zeitpunkt der Explosion 300 Menschen gewartet haben. Die meisten Opfer waren Singhalesen.
2.800 Tote seit Jänner
In Sri Lanka haben sich die Gefechte zwischen Rebellen und Regierungstruppen seit Jänner immer weiter verschärft. Damals kündigte die Regierung offiziell den Waffenstillstand mit der LTTE auf, und versucht seitdem, die Rebellen militärisch zu vernichten. Heuer gab es in dem Konflikt schon 2.800 Tote.
Die Rebellen, die für einen unabhängigen Staat der tamilischen Minderheit kämpfen, kontrollieren nach ihrer Vertreibung aus dem Osten noch Teile des Nordens Sri Lankas. Der Bürgerkrieg in Sri Lanka dauert schon seit 1983 an. Seitdem wurden mehr als 70.000 Menschen getötet.
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