Majestät beleidigt
Spaniens König als “Schurke” beschimpft
Barroso ist seit 25 Jahren Bürgermeister der südspanischen Kleinstadt Puerto Real (38.000 Einwohner) bei Cádiz. Im Falle eines Prozesses drohen ihm bis zu zwei Jahre Haft oder eine Geldstrafe.
Barroso zeigte sich davon unbeeindruckt. "Sollen sie mich doch ins Gefängnis stecken." Nach seinen Worten ist die Monarchie von Natur aus korrupt. Der König sei alles andere als ein Vorbild für die Spanier. Barroso gehört dem kommunistisch geprägten Bündnis Vereinte Linke (IU) an und bezeichnet sich als glühenden Republikaner.
Die Rede mit der Verbalattacke gegen den König hatte er am 77. Jahrestag der Ausrufung der Zweiten Republik (1931-1939) Mitte April gehalten. Vor einem halben Jahr hatte es in Spanien erstmals größere Proteste gegen die Monarchie gegeben. Damals verbrannten Separatisten in Katalonien Bilder des Königs.
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