Keine Zustellung
ver.di setzt Warnstreiks bei Deutscher Post fort
"Die Deutsche Post AG hat die vergangene Woche tatenlos verstreichen lassen und steuert damit direkt in einen unbefristeten Streik", erklärte Uwe Speckenwirth, ver.di-Fachbereichsleiter in Nordrhein-Westfalen. Die Vorbereitungen für die Urabstimmung seien abgeschlossen, so dass die Mitgliederbefragung wie angekündigt beginnen könne.
Die Verhandlungen für die 130.000 Tarifkräfte bei der Deutschen Post waren am 19. April für gescheitert erklärt worden. Kernpunkt des Tarifkonflikts ist die Forderung der Arbeitgeber nach längeren Arbeitszeiten für die Postbeschäftigten. ver.di lehnt dies mit Blick auf einen als Folge davon zu erwartenden Stellenabbau ab. Auch bei den Gehaltsanhebungen sind beide Seiten noch auseinander.
Das Offert der Post sieht eine Lohnerhöhung von 5,5 Prozent, Verlängerung der Arbeitszeit um eine halbe Stunde pro Woche und eine Verlängerung des Kündigungsschutzes bis zum 30. Juni 2011 vor. Ver.di verlangt hingegen sieben Prozent höhere Einkommen, die Verlängerung des Kündigungsschutzes bis Mitte 2011 und zehn Arbeitszeitverkürzungstage pro Jahr.
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