Gespräche abgehört
Deutsche Reporter in Afghanistan bespitzelt
"Für mich war in diesem Moment klar, dass die Gesetze, die in Deutschland gelten, von deutschen Beamten im Ausland offenbar außer Kraft gesetzt werden", sagte der Journalist. Er habe in der Angelegenheit aber nicht beim Bundesnachrichtendienst um Aufklärung gebeten. Der BND hat bisher eingeräumt, im Jahr 2006 die E-Mail-Korrespondenz einer "Spiegel"-Reporterin mit einem afghanischen Politiker mitgelesen zu haben.
In dieser Affäre kommt das Parlamentarische Kontrollgremium des Bundestages am Donnerstag zu einer Sitzung zusammen. Dabei geht es vor allem um die Frage, ob und wann BND-Präsident Ernst Uhrlau von dem Fall wusste.
BND-Präsident bittet um Entschuldigung
Laut "Spiegel" hatte der BND von Juni bis November 2006 die E-Mail-Korrespondenz der Auslandsreporterin Susanne Koelbl mit einem afghanischen Politiker überwacht. BND-Präsident Uhrlau unterrichtete Koelbl am vergangenen Freitag über die Aktion und bat um Entschuldigung.
Symbolbild
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