198 Verdächtige
Steueraffäre greift jetzt auch auf Spanien über
Ausland
22.04.2008 19:51
Die Affäre um mögliche Steuerhinterziehung über Liechtensteiner Bankkonten hat von Deutschland nun auch auf Spanien übergegriffen. Zwei Monate nach der Aufdeckung des Skandals ermitteln die Madrider Finanzbehörden aufgrund von Hinweisen aus Deutschland gegen fast 200 Verdächtige. Diese sollen Konten und Geldanlagen in Liechtenstein dazu genutzt haben, Steuern in Spanien zu hinterziehen.
Wie die Behörden am Dienstag in der spanischen Hauptstadt mitteilten, wurden die Daten von 198 in Spanien lebenden Verdächtigen der Sonderstaatsanwaltschaft zur Bekämpfung von Korruptionsvergehen übermittelt.
Spanien hatte - ebenso wie andere europäische Staaten - von Deutschland Namenslisten von Verdächtigen erhalten, die über Bankkonten in Liechtenstein verfügen. Die deutschen Fahnder hatten im Februar als ersten Verdächtigen den damaligen Postchef Klaus Zumwinkel ins Visier genommen und dessen Villa und Büros durchsucht.
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