Wahl in Italien
Italien-Wahl: Stimmzettel-Betrug in der Schweiz?
Am Sonntagabend hatte die Europäische Regenbogen-Linke (Sinistra del Arcobaleno) in einer Presseaussendung eine Aufklärung der Vorwürfe verlangt. Nach ihrer Darstellung wiesen die Stimmenzähler tausender Wahlzettel aus der Schweiz eine andere Farbe und Papierkonsistenz auf als die übrigen Wahlzettel. Viele dieser möglicherweise gefälschten Zettel seien zudem "von der gleichen Hand" ausgefüllt worden und hätten die Namen von drei Schweizer UDC-Kandidaten getragen.
"Opfer eines Komplotts"
Einer der von den Regenbogen-Linken beschuldigte UDC-Kandidaten, Emiddio Bulla, bezeichnete die Vorwürfe als absurd. "Wenn ich betrügen würde, dann geschickter", sagte er. Vermutlich sei er Opfer eines Komplotts, weil er selbst "Mauscheleien" in einigen italienischen Konsulaten in der Schweiz publik gemacht hat.
Die Briefwahl für Auslandsitaliener steht schon lange in der Kritik, weil die Betrugsgefahr groß ist. Zudem waren in der Schweiz zahlreiche Wahlzettel falsch adressiert und erreichten ihre Empfänger nicht. Bereits bei den Wahlen 2006 waren in der Schweiz Betrugsvorwürfe laut geworden.
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