Alle wohlauf
Besatzung des entführten Fischkutters wieder frei
"Die Entführung hat ein glückliches Ende genommen", so die Vizeregierungschefin weiter. Ob ein Lösegeld gezahlt wurde, verriet sie nicht. "Die Regierung und die Reederei haben bei der Suche einer Lösung zusammengearbeitet", erklärte sie lediglich. Presseberichten zufolge hatten die Seeräuber bis zu eine Million Euro gefordert.
Mit Granatwerfern beschossen
Der Kutter befand sich in internationalen Gewässern auf Thunfischfang, als er am vergangenen Sonntag von den Piraten mit Granatwerfern beschossen und dann gekapert wurde. An Bord befanden sich 13 Spanier und 13 Afrikaner. Sie alle seien wohlauf, hieß es weiter. Eskortiert von einer spanischen Fregatte befinde sich das Schiff nun auf dem Weg in sichere Gewässer, sagte Fernandez de la Vega. Auf den Seychellen werde die Besatzung an Land gehen. Die spanischen Seeleute sollen dann schnellstmöglich in ihre Heimat gebracht werden.
Zu Verhandlungen über die Freilassung hatte Spanien seinen Botschafter in Kenia nach Somalia geschickt. Um die Seeräuber unter Druck zu setzen, beorderte Madrid auch die Fregatte "Mendez Nunez" vor die Küste des ostafrikanischen Landes. An Bord des Kriegsschiffes befinden sich rund 200 Mann, darunter ein Sondereinsatzkommando von Marineinfanteristen. Die spanische Regierung hatte eine gewaltsame Befreiung der gekidnappten Seeleute aber stets als letzten Ausweg bezeichnet.
Besatzung der "Le Ponant" nach Lösegeldzahlung frei
Am Horn von Afrika gibt es häufig Überfälle von Piraten. Für Aufsehen hatte zuletzt die Entführung der französischen Luxus-Segelyacht "Le Ponant" am 4. April gesorgt. Die "Le Ponant" und ihre Besatzung kamen eine Woche später nach Zahlung von Lösegeld durch den Reeder wieder frei. Eine französische Spezialeinheit konnte sechs der Piraten festnehmen, sie warten nun in Paris auf ihren Prozess. Wie der spanische Sender RNE berichtete, wurde das spanische Fischerboot in derselben Gegend überfallen wie zuvor die französische Luxusjacht.
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