2 Monate vermisst
Botschafter Pakistans von Taliban entführt
Worum es sich bei den Forderungen handelt, blieb unklar. Sie wurden Pakistan offenbar auf anderem Wege kundgetan. Der Botschafter sagt in dem Video, er leide an Bluthochdruck und Herzbeschwerden. Die Umstände seiner Geiselhaft seien aber vergleichsweise gut. Um ihn herum sind bewaffnete Männer zu sehen.
Am Heimweg entführt
Der Diplomat war am 11. Februar auf der Fahrt von Peshawar nach Kabul nahe der afghanischen Grenze gemeinsam mit seinem Fahrer und Leibwächter spurlos verschwunden. Pakistan setze "alle Mittel" ein, um Azizuddins "baldige Rückkehr zu ermöglichen".
Die Rettung des Botschafters sei "eine Angelegenheit von hoher Dringlichkeit für die pakistanische Regierung". Azizuddin befand sich bei seiner Entführung auf dem Rückweg von Islamabad nach Kabul, nachdem er bei einer Afghanistan-Geberkonferenz in Tokio war.
Der Botschafter war zudem genau an dem Tag verschwunden, an dem in der südwestpakistanischen Grenzprovinz Baluchistan der Taliban-Führer Mullah Mansour Dadullah gefangen genommen wurde.
Täglich Entführungen
In den Stammesgebieten an der Grenze zu Afghanistan sind Entführungen von Armee-Angehörigen und Behörden-Mitarbeitern an der Tagesordnung. Die Gegend gilt als Versteck für islamistische Kämpfer, die den radikal-islamischen Taliban-Rebellen und dem Terrornetzwerk Al-Kaida nahestehen. Das Taliban-Regime war Ende 2001 durch die US-geführte Invasion in Afghanistan gestürzt worden. Die Regierung in Pakistan gilt als enger Verbündeter der USA im Kampf gegen den internationalen Terrorismus.
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