Blutige Aktion
Polizeirazzia in Rio fordert neun Todesopfer
Die Schießerei begann nach Polizeiangaben am Vormittag, als eine schwer bewaffnete Eliteeinheit der Militärpolizei in das Elendsviertel Vila Cruzeiro im Norden von Rio vorrückte und dabei mit einem gepanzerten Fahrzeug eine Straßensperre am Eingang des Viertels durchbrach. Die Zusammenstöße dauerten bis zum späten Nachmittag an. Die Schulen und Geschäfte in dem Viertel blieben den ganzen Tag über geschlossen. An dem Einsatz waren den Angaben zufolge mehr als hundert Beamte beteiligt. Die Polizisten nahmen 14 Verdächtige fest. Am Abend kehrte wieder Ruhe ein, aber das Viertel war weiterhin von Beamten umstellt.
Im vergangenen Jahr waren in der Favela Vila Cruzeiro bei einer Schießerei zwischen Rauschgifthändlern und Polizisten rund 30 Dealer getötet worden. Die brasilianischen Behörden gehen mit aller Härte gegen das organisierte Verbrechen vor.
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