Von Gewalt begleitet
Nepal leitet Abschaffung der Monarchie ein
Ehemalige maoistische Rebellen steckten in Galkot ein Wahllokal in Brand, nachdem sie zunächst versucht hatten, das Gebäude zu stürmen. Die Polizei nahm 15 Verdächtige fest. In Buthana im Süden des Landes wurde ein Mann bei einer Auseinandersetzung mit politischen Gegnern schwer verletzt und erlag später seinen Verletzungen.
Wegen Protestaktionen wurde die Abstimmung in 20 von insgesamt 20.000 Wahllokalen ausgesetzt. Internationale Beobachter, darunter auch der frühere US-Präsident Jimmy Carter, überwachten den geregelten Ablauf der Abstimmung.
Wichtiger Schritt zur politischen Neuordnung
Die Wahl der 601 Mitglieder starken Sonderversammlung ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur politischen Neuordnung des Himalaya-Staates. Sie soll die endgültige Ablösung der Monarchie einleiten und die ehemaligen maoistischen Rebellen in den politischen Prozess integrieren. Dadurch könnte das arme Land mit seinen 27 Millionen Einwohnern auf dauerhaften Frieden, Stabilität und einen Wirtschaftsaufschwung hoffen.
Das nepalesische Parlament hat Ende Dezember für die Abschaffung der seit Jahrhunderten bestehenden Monarchie gestimmt. Bevor der Beschluss umgesetzt wird, soll noch die Sonderversammlung gewählt werden. König Gyanendra verspielte seine Popularität, als er sich 2005 zum absoluten Herrscher erklärte und zunehmend gewaltsam gegen jede Form von Opposition vorging. Nach Massenprotesten im Jahr 2006 gab er auf.
Auszählung wird bis Ende April dauern
Mit der Bekanntgabe des Ergebnisses wird erst Ende April gerechnet. Zum einen sind manche Wahllokale in dem bergigen Land eine Woche Fußmarsch von der nächsten Straße entfernt, zum anderen dürfte die Auszählung durch ein kompliziertes Proporz-Verfahren für verschiedene Ethnien lange andauern.
Am Mittwoch hatte die Polizei im Westen des Landes auf Demonstranten geschossen und dabei einen Menschen getötet. Die Demonstranten protestierten gegen die Ermordung eines Kandidaten im Bezirk Surkhet am Tag zuvor.
Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.