Untersuchungshaft
Shannons Mutter wusste von Entführung
Laut Anklage soll die 32-Jährige ihre Tochter Shannon "vorsätzlich vernachlässigt" haben, so dass diese unnötig gelitten habe. Außerdem soll sie Informationen vor der Polizei vertuscht haben. Laut Medien hat Matthews inzwischen gestanden, von Anfang an von der Entführung ihrer neun Jahre alten Tochter gewusst zu haben.
In Bettkasten eines Onkels gesperrt
Shannon war Mitte März nach einer 24 Tage währenden Suche in einem Bettkasten bei einem Onkel ihres Stiefvaters wiedergefunden worden. Neben ihr lag ihr 39-jähriger Entführer und versuchte, dem Kind den Mund zuzuhalten.
Der Mann wurde wegen Entführung angeklagt. Die Suche hatte ganz Großbritannien in Atem gehalten und mehr als 300 Polizisten beschäftigt. Die Mutter hatte immer wieder an die Öffentlichkeit appelliert, die Suche nach ihrer Tochter zu unterstützen. Freunde und Verwandte halfen mit Postern und Plakaten, und in der Kirche wurde für das Mädchen gebetet.
Mutter wollte Geld aus dem Madeleine-Fonds
Am Mittwoch ist bekannt geworden, dass Karen Matthews versucht haben soll, Geld aus dem Madeleine-Fonds zu bekommen. Sie soll über Mittelsmänner die Eltern der im letzten Jahr verschwundenen Madeleine McCann um Geld gebeten haben, um nach ihrer Tochter suchen zu können. Die Polizei hat angekündigt, diese Vorwürfe zu untersuchen.
Sieben Kinder von fünf Männern
Neben Karen Matthews, die sieben Kinder von fünf verschiedenen Männern hat, wurden im Fall Shannon bereits mehrere Menschen aus dem Umfeld festgenommen. Unter anderem auch der 22 Jahre alte Stiefvater, bei dem Kinderporno-Material auf einem Computer entdeckt worden war. Außerdem wurden dessen Schwester und Mutter vorübergehend festgenommen. Shannon ist immer noch in Obhut der Behörden. Ihre Mutter muss am 16. April erneut vor Gericht erscheinen.
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