"Kriecher"

Nordkorea beschimpft Präsidenten Südkoreas

Ausland
01.04.2008 07:49
In den staatlich kontrollierten Medien Nordkoreas ist der südkoreanische Präsident Lee Myung-bak am Dienstag wüst beschimpft und vor "katastrophalen" Folgen seiner Politik gewarnt worden. Präsident Lee sei ein "Verräter" und "Kriecher" vor den USA, hieß es am Dienstag in einem Kommentar der Zeitung "Rodong Shinmun". Auch unterstellte das Blatt Lee, eine Anti-Nordkorea- Politik zu verfolgen. Es ist das erste Mal seit dem Wahlsieg Lees im Dezember, dass die Medien des kommunistischen Nordkorea den konservativen Präsidenten so scharf angegriffen haben.

Lee (Bild) solle nicht die bisherige "Geduld und das Schweigen" Nordkoreas falsch einschätzen, hieß es. "Die Regierung Lees wird für die unwiderruflichen katastrophalen Konsequenzen zur Verantwortung gezogen werden, die dem Einfrieren der innerkoreanischen Beziehungen folgen", so Medien weiter.

Seit dem Antritt der neuen Regierung in Seoul haben sich die Beziehungen zwischen Nord- und Südkorea abgekühlt. Lee will unter anderem den Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit vom Abbau des umstrittenen nordkoreanischen Atomprogramms abhängig machen.

Seoul mit militärischem Erstschlag gedroht
Das Regime in Pjöngjang hatte Seoul zuletzt beschuldigt, einen militärischen Erstschlag zu planen. Zugleich drohte das Land damit, den Dialog zu stoppen und mit einem eigenen Präventivschlag Südkorea "in Asche zu legen". 

Zuvor hatte Nordkorea mehrere südkoreanische Beamte aus dem gemeinsamen Industriepark in der nordkoreanischen Grenzstadt Kaesong ausgewiesen. Das Land drohte zudem, die Stilllegung seiner Atomanlagen zu verlangsamen, nachdem die USA und Südkorea erneut Pjöngjang aufgerufen hatten, die Zusagen zur Offenlegung seines Atomprogramms zu erfüllen.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Ausland
01.04.2008 07:49
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung