Masern-Epidemie

Waldorfschule nimmt Schulbetrieb wieder auf

Österreich
07.04.2008 19:30
Die Waldorfschule in Salzburg, wo die Masern-Epidemie ihren Ausgang genommen hat, hat am Montag wieder den Schulbetrieb aufgenommen. Rund 60 bis 70 Prozent der Schüler konnten wieder am Unterricht teilnehmen, von den Lehrern alle - vielleicht bis auf eine Lehrkraft, sagte Rainald Grugger, Sprecher der Schulleitung. Alle mussten die erforderlichen Nachweise bringen, so Grugger.

Wer nicht nachweisen konnte, dass er bereits an Masern erkrankt war oder zwischenzeitlich geimpft wurde, der durfte das abgesperrte Gebäude nicht betreten. Das gelte ausnahmslos, unterstrich der Sprecher der Schulleitung. 

Unterricht nur mit "Masern-Stempel"
Viele Plätze in den Klassenräumen blieben leer, Lernen ist nur mit einem "Masern-Stempel" erlaubt. Mit dem Impfpass in der Hand erschienen die Kinder und Jugendlichen Montag zum ersten Unterricht nach der Zwangspause in der Waldorf-Schule in Salzburg. Jeder Einzelne wurde kontrolliert, nur wer einen Stempel zum Zeichen des Schutzes vor der Krankheit erhielt, durfte auch in die Klasse.

Die Zahl der gemeldeten Masern-Erkrankungen hat in den vergangenen Tagen nur leicht auf nunmehr 183 Fälle zugenommen. Es ist jedoch damit zu rechnen, dass nach Schluss der Ordinationszeiten am Montag neue Meldungen von Masern-Fällen beim Gesundheitsamt einlangen.

Schweizer Musikkapelle Auslöser der Epidemie
Der Auslöser für die größte Masern-Epidemie in Salzburg seit Jahrzehnten scheint unterdessen gefunden: Eine Musikkapelle aus der Schweiz dürfte den Virus aus ihrer Heimat eingeschleppt haben. 14 Tage bevor die erste Erkrankung auftrat, war sie in der Rudolf-Steiner-Schule zu Gast.

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