Drei Namen

Bulgarischer Minister hat mehrere Identitäten

Ausland
27.03.2008 21:33
Der bulgarische Vizeaußenminister Feim Tschauschew ist von seinem Amt zurückgetreten. Grund für den Rücktritt sind die Vorwürfe, die gegen ihn erhoben wurden: der Minister soll drei unterschiedliche Identitäten und mehrere Firmen besitzen, was Regierungsmitgliedern in Bulgarien allerdings verboten ist. Das geht aus einer Meldung der bulgarischen Nachrichtenagentur BTA hervor.

Er habe sich zu dem Rücktritt entschlossen, da er dem "psychologischen Terror" gegen ihn und seine Verwandte und den Spekulationen über seine Identität ein Ende setzen möchte, sagte Tschauschew.

Der Ex-Minister scheint in all seinen Identitätsausweisen als Petar Tschauschew auf, offizielle Dokumente unterschrieb er allerdings mit Feim. In dem Register seiner Heimatstadt Ribino läuft er unter Feim Yuseinov Mehmedov.

Liebt seinen alten Code-Namen
Der türkischstämmige Bulgare goss zudem Öl ins Feuer, als er einem Journalisten auf die Frage nach seinem Lieblingsnamen antwortete: er hieße gerne Biser. Das war sein Codename beim berüchtigten kommunistischen Geheimdienst.

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