Ex-"Problembär"

Braunbär Bruno als Honigdieb in München

Ausland
27.03.2008 13:23
Ausgestopft und ausgestellt: Der präparierte Braunbär "Bruno" ist ab sofort im Münchner Museum Mensch und Natur für die Besucher zu sehen. Das Museum erwartet einen Ansturm von Neugierigen. "Bruno" wird in der Schau als Honigdieb gezeigt: Wie gerade beim Naschen überrascht, wendet er sich von geplünderten Bienenkästen ab und dreht dem Besucher seinen Kopf zu. Die Szene mit dem Bienenstock hat in "Brunos" Leben tatsächlich stattgefunden: Am 16. Juni 2006 räuberte der Bär im oberbayerischen Kochel am See einen Bienenstock.

Der am 26. Juni 2006 erschossene und jetzt präparierte Bär ist eingebunden in eine Schau, die den "Fall Bruno" mit Fotos und Zeitungsausschnitten dokumentiert. Zudem gibt es allgemeine Informationen über Bären. Besucher können auf einer Wand schriftlich ihre Meinung hinterlassen. 

Mahnwache vor dem Museum
"Bruno" war im Sommer 2006 als erster Bär in Freiheit nach 171 Jahren aus Italien über Östereich nach Bayern eingewandert. Seine mangelnde Scheu vor Menschen wurde ihm zum Verhängnis. Die Behörden fürchteten ein blutiges Zusammentreffen mit einem Menschen. Nach vergeblichen Fangversuchen wurde der Bär zum Abschuss freigegeben. Kritiker des Abschusses haben eine Mahnwache vor dem Museum angekündigt.

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