Peinlicher Fehler
USA lieferten Taiwan irrtümlich Raketenzünder
Zugetragen hat sieh die Verwechslung vor zwei Jahren auf einem Stützpunkt im US-Bundesstaat Wyoming. Die Raketenbauteile seien inzwischen wieder in die USA zurückgebracht worden, sagte Wynne. Die Regierung Taiwans habe Washington in der vergangenen Woche informiert, nachdem die Komponenten in einem Lager entdeckt worden waren. US-Präsident George W. Bush sei über den Vorfall informiert worden, die Volksrepublik China ebenfalls.
Die US-Lieferung enthielt irrtümlich vier Atomraketenzünder, doch hätte sie aus Batterien für Hubschrauber bestehen sollen, teilte das US-Verteidigungsministerium mit. Wie es stattdessen zum Versand der Bauteile für den Zündmechanismus der Raketen kommen konnte, sei noch nicht völlig geklärt, sagte Vize-Staatssekretär Ryan Henry. Verteidigungsminister Robert Gates habe eine Untersuchung des Vorfalls angekündigt. Vertreter des Ministeriums betonten, es sei kein Atommaterial verschickt worden. Die Zünder befänden sich wieder unter US-Kontrolle.
China befindet sich mit Taiwan im Kriegszustand und bemüht sich derzeit, mit einer Modernisierung seines Militärs seinen technologischen Rückstand gegenüber den überwiegend aus den USA stammenden Waffen Taiwans aufzuholen. Waffenlieferungen der USA an Taiwan sind ein ständiger Reibungspunkt zwischen der Peking und Washington. Die Volksrepublik betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz.
Symbolbild
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