Attentat vermutet
US-Marine feuert auf ägyptische Händlerboote
In einer in Kairo veröffentlichten Erklärung hieß es, die Besatzung des US-Transportschiffes "MV Global Patriot" hat in der Nähe des Suezkanals Warnschüsse auf ein Boot sogenannter fliegender Händler abgefeuert.
Dieses hatte sich am Montagabend trotz vorheriger Warnungen dem Transportschiff genähert, das auf die Einfahrt in den Suezkanal gewartet hat. Berichten der "Global Patriot" zufolge hat es keine Opfer gegeben.
Ägypten sprach von einem Toten und zwei Verletzten
Ein ägyptischer Sicherheitsbeamter hatte dagegen zuvor mitgeteilt, zwei Boote fliegender Händler seien beschossen worden. Dabei seien ein Ägypter getötet und zwei weitere Männer leicht verletzt worden. Der US-Botschaft zufolge steuerten mehrere Boote mit fliegenden Händlern auf das Transportschiff zu. Sie seien per Megafon auf Arabisch aufgefordert worden, der "Global Patriot" fernzubleiben. Als sich ein Händlerboot auch nach Abgabe eines Leuchtgeschoßes nicht daran hielt, seien weitere Warnschüsse gefallen. Sämtliche Kugeln seien vor dem Bug des Bootes im Meer gelandet, betonte die Botschaft.
Die "Global Patriot" fuhr nach dem Zwischenfall am Dienstag durch den Suezkanal in Richtung Mittelmeer. Das US-Militär nutzt die Wasserstraße als Nachschubroute für ihre Stützpunkte am Persischen Golf, insbesondere in Kuwait und im Irak. Im Golf von Aden, am anderen Ende des Roten Meeres, hatten Al-Kaida-Kämpfer im Jahr 2000 ein US-Kriegsschiff mit einem mit Sprengstoff beladenen Boot gerammt. Damals waren 17 US-Marinesoldaten ums Leben gekommen.
Symbolbild
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