Geiseln ermordet

Leichen von zwei US-Geiseln im Irak gefunden

Ausland
25.03.2008 12:23
Mehr als ein Jahr nach der Entführung von zwei US-Sicherheitsangestellten im Irak sind deren sterbliche Überreste gefunden worden. Zu der Gruppe der damals Entführten gehörte auch der Österreicher Bert Nussbaumer. Die Leichen seien identifiziert worden, teilte die US-Bundespolizei FBI am Montag mit. Jetzt stellt sich die bange Fragen: Lebt Bert Nussbaumer noch?

Bei den Toten handelt es sich um Ronald Withrow und John Ray Young (Bild aus einem Video vom Jänner 2007), die im November 2006 und Jänner 2007 entführt worden seien. Withrow war als Angestellter des Sicherheitsdienstleisters JPI Worldwide im Irak, Young arbeitete für das Unternehmen Crescent Security Group.

Der seit November 2006 im Irak entführte Oberösterreicher Bert Nussbaumer war ebenfalls für Crescent tätig. Aus dem Außenministerium in Wien verlautete, man stehe mit den zuständigen US-Stellen weiterhin in ständigen Kontakt. Es gebe im Fall Nussbaumer aber keine neuen Erkenntnisse zu vermelden. Vor über einer Woche hatte das Außenamt mitgeteilt, es habe "Fingerabdrücke beziehungsweise DNA-Spuren" erhalten, die Nussbaumer "positiv zugeordnet" werden konnten.

Offenbar noch keine Spur zu den Tätern
In einer Erklärung verurteilte das FBI die Ermordung der beiden US-Bürger als "abscheuliche verbrecherische Tat". Zu den möglichen Tätern und den Umständen der Tat machte die Behörde keine Angaben. Das FBI werde "weiterhin jede mögliche Spur verfolgen, um die Verantwortlichen zu identifizieren, zu ergreifen und zur Rechenschaft zu ziehen", hieß es in der Erklärung.

In einer kurzen Stellungnahme erklärte FBI-Sprecher Richard Kolko, die Entführungen würden untersucht, er gab aber keine Details bekannt. Offiziell gelten Paul Reuben, Jonathan Cote, Joshua Munns und Bert Nussbaumer weiterhin als vermisst. Cotes Vater Francis Cote sagte laut Nachrichtenagentur AP, er habe mit den Familien von Withrow und Young gesprochen. Die jüngsten Entwicklungen hätten seine Hoffnungen verringert, dass sein Sohn noch am Leben sein könnte.

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