In Klinik verstorben
Deutsche Polizei erschießt US-Soldaten
Der Mann war am späten Donnerstagabend in die Wohnung seiner Ex-Freundin in Königsberg eingedrungen, wie die Polizei mitteilte. Er fesselte die Frau und bedrohte sie mit seinem Sturmgewehr, dennoch gelang ihr die Flucht. Sie alarmierte die Polizei, der Soldat suchte ebenfalls das Weite. Nur rund eine Stunde später entdeckte die Besatzung eines Polizeihubschraubers den Flüchtigen mit einer Wärmebildkamera in einem nahe gelegenen Feld. Ein Einsatzkommando rückte aus, um den Mann festzunehmen.
Mit Gewehr bedroht
Der Soldat habe die Beamten mit seinem Gewehr bedroht, dann fielen die tödlichen Schüsse. Die Polizei spricht von einem "polizeilichen Schusswaffengebrauch", Einzelheiten könnten noch nicht mitgeteilt werden. Die Vernehmungen liefen noch. Die Obduktion der Leiche sei für kommenden Montag geplant, sagte ein Polizeisprecher. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei handelt es sich bei dem Sturmgewehr um die Dienstwaffe des US-Soldaten. Entgegen der Vorschrift habe er das Gewehr nach Dienstschluss am Abend nicht in der Kaserne abgegeben, sondern beim Besuch seiner früheren Freundin bei sich getragen.
Der Soldat war nach Angaben des US-Hauptquartiers in Heidelberg bei der 2. Brigade der 1. US-Infanteriedivision stationiert. Die US-Militärs kündigten an, die Untersuchungen der deutschen Polizei zu unterstützen. Man nehme den Vorfall sehr ernst.
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