Kurswechsel

Stadt verwirft Plan zur Tötung von 100000 Hunden

Ausland
07.03.2008 16:49
Bis zu 100.000 streunende Hunde sollten in der nordindischen Stadt Srinagar vergiftet werden, um die Tollwut in der Region am Fuß des Himalayas bekämpfen. Am Freitagm, einen Tag nach dem Beginn der Tötungen, haben die Behörden ihren Plan aber aufgegeben. Die Tiere sollen nun doch nicht vergiftet werden. Der Grund für den plötzlichen Kurswechsel wurde nicht genannt.

Die Behörden würden stattdessen mit Tierschützern und dem Umweltministerium einen Plan zur Sterilisierung der Streuner ausarbeiten, hieß es. Tierschützer zeigten sich erfreut begrüßten das Umdenken. Am Donnerstag hatte die Stadtverwaltung mitgeteilt, dass 500 Hunde bereits vergiftet worden seien und dies mit allen Streunern geschehen solle. Die Gesamtzahl wird auf mehr als 100.000 geschätzt. Tierschützer hatten angekündigt, vor Gericht zu gehen, um das Töten zu beenden. Sie bezeichneten es als illegal und grausam.

60 Prozent aller Tollwutfälle weltweit in Indien
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) entfallen mehr als 60 Prozent der geschätzten 35.000 Tollwut-Todesfälle weltweit pro Jahr auf Indien. Die Behörden versuchen schon lange, die Millionen Straßenköter unter Kontrolle zu bringen. Das Problem nimmt mit der raschen Vergrößerung der Städte und der Ausbreitung von Elendsvierteln immer mehr zu.

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