Streit um Schulgeld

Linz zahlt bereits Elternbeiträge

Oberösterreich
04.03.2008 19:14
Am Kopiergeld scheiden sich die Schulgeister: Während der Linzer SP-Stadtrat Johann Mayr die Elternbeiträge stoppte, die Stadt zahlen lässt und darin jetzt vom Ministerium bestätigt wurde, spießt es sich damit im restlichen Oberösterreich. Schulchef Fritz Enzenhofer hat Bedenken, Elternvertreter wären für jede Entlastung dankbar.

„In Österreich besteht Schulgeldfreiheit“, verweist Mayr auf das Gesetz. Seit Herbst 2007 wird in den Linzer Schulen die Stadt als Erhalter anstatt der Eltern zur Kasse gebeten: 333.600 Euro jährlich, im Schnitt 33 Euro pro Kind, werden aufgewendet. Der Löwenanteil mit 193.000 Euro geht an Werk- und Bastelmaterialien sowie nötige Gegenstände für den Unterricht, das viel diskutierte Kopiergeld macht 84.000 Euro aus und fürs Kochen liegen die Kosten bei 56.400 Euro.

Das Gesetz muss für alle 120.000 Pflichtschüler im Land gelten, fordert auch das BZÖ und errechnete: Mit 33 Euro pro Kopf wären das überschaubare vier Millionen Euro im Jahr. Ewald Fröhlich vom Landesverband der Elternvereine: „Jegliche Erleichterung ist natürlich sehr willkommen.“

Aber Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer hat Bedenken: „Verschiedene Zweige haben verschieden hohe Anforderungen und wer entscheidet, bei welchen Ausnahmen Eltern trotzdem zahlen müssen? Und was ist mit Pflichtschülern im Gymnasium?“ Mayr kontert: „Für Letztere ist der Bund zuständig, alles andere ist sogar leichter durchführbar als bisher.“

 

Foto: Chris Koller

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