Es ist in. Es ist skurril. Und es ist lustig. Der Flashmob-Virus greift immer schneller um sich. Fünf solche Events haben in Wien bereits für Kopfschütteln gesorgt, Nummer 6 und 7 sind schon konkret in Planung. Wobei Flashmob # 7 zugleich Splashmob # 1 wird...
Der nächste Wiener Flashmob steigt am Donnerstag,
dem 21. August um 19 Uhr in der Mariahilfer Str. Ecke Rahlgasse
(Stiege). Was dort genau passieren soll, wird erst vor Ort bekannt
gegeben - auf Flugblättern, die dort verteilt werden. Bekannt
ist bisher nur die Anweisung, jeder solle ein Papiersackerl mitbringen.
Flashmob + Wasser = Splashmob
Feuchtfröhlich wird's dann wohl beim nächsten
Event zugehen. Am 22. August um 18 Uhr ist Treffpunkt am donaukanal
bei der "Umweltmeile" (glaspavillion). Flashmobber sollten Badesachen
mitbringen. Auch hier gibt's nähere Infos vor Ort.
Flashmob schon beinahe eingebürgert
Die bisherigen Flashmobs in Wien waren volle Erfolge.
Beispiel gefällig? Samstag, 2. August, mitten auf der Kreuzung
Mariahilfer Straße, Ecke Neubaugasse. Um genau 11.20 Uhr
strömten 50 bis 60 Leute in die Mitte der Kreuzung und stellten
sich dort im Rechteck Richtung Innenstadt auf. Und dort standen
sie, bis die große graue Uhr exakt 11.22 Uhr zeigte. Dann
löste sich der Spuk auf. Sekunden danach war keiner der Flashmobber
mehr zu sehen - und der Verkehr konnte wieder fließen.
Die Bilder von dem schrägen Event siehe Linkleiste!
Oder Mittwoch, 30. Juli 2003, mitten
auf dem Wiener Stephansplatz. Fast hundert Menschen verwandeln
sich wie auf ein geheimes Zeichen hin in Autos, unter lautem "Brrrrrmm
brrrrmmm" laufen sie im Kreis. Auch das war ein Flashmob.
Verabredung über das Internet
Die verrücktesten Ideen kommen dabei zustande.
Was wann wo wie passiert, wird über das Internet ausgemacht.
Auf einer Homepage (siehe Linkbox) versammeln sich die Flashmobber,
per E-Mail gibt's weitere Infos, und per Flyer spricht man sich
vor Ort ab. Die erste Wiener Aktion fand in einem Modegeschäft
in der Mariahilfer Straße statt.
Flashmob stammt - na woher wohl?
Natürlich aus den USA, New York genau gesagt.
Dort gibt es seither wöchentlich sinnentleerte Massenaufläufe,
die fast immer für verwirrte Gesichter bei den unbeteiligten
Passanten sorgen. In Rom war Europapremiere, inzwischen hat der
Wahn auch Wien erreicht.
Literarischer Hintergrund
Der Name Flashmob stammt aus einer Science-Fiction-Kurzgeschichte
von Larry Niven aus dem Jahr 1973. Dort beamen sich sensationsgierige
Menschenmengen an Orte, wo gerade Unfälle oder Katastrophen
passiert sind, und bilden eine "flash crowd".
Pseudolustig
Für den Autor Howard Rheingold, der sich mit
Netzkultur-Phänomenen befasst, sind die Flashmobs Vorreiter
einer "neuen sozialen Revolution", die sich aus dem Netz in alle
Bereiche des Lebens ausbreitet. Für andere handelt es sich
einfach um pseudolustige junge Leute, die nichts Besseres zu tun
haben. Zitat aus einem Posting auf der Flashmobber-Homepage: "...und
niemals vergessen DAS IST DIE NASE HER HASE; SAGT DIE VASE DIE
ICH DAFÜR HASSE, wir sehn uns, weil wir sind ja nicht taub."
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