Skurriler Trend

Ein Flashmob nach dem anderen in Wien

Viral
20.08.2003 16:32
Es ist in. Es ist skurril. Und es ist lustig. Der Flashmob-Virus greift immer schneller um sich. Fünf solche Events haben in Wien bereits für Kopfschütteln gesorgt, Nummer 6 und 7 sind schon konkret in Planung. Wobei Flashmob # 7 zugleich Splashmob # 1 wird...
Der nächste Wiener Flashmob steigt am Donnerstag, dem 21. August um 19 Uhr in der Mariahilfer Str. Ecke Rahlgasse (Stiege). Was dort genau passieren soll, wird erst vor Ort bekannt gegeben - auf Flugblättern, die dort verteilt werden. Bekannt ist bisher nur die Anweisung, jeder solle ein Papiersackerl mitbringen.
  
Flashmob + Wasser = Splashmob
Feuchtfröhlich wird's dann wohl beim nächsten Event zugehen. Am 22. August um 18 Uhr ist Treffpunkt am donaukanal bei der "Umweltmeile" (glaspavillion). Flashmobber sollten Badesachen mitbringen. Auch hier gibt's nähere Infos vor Ort.
  
Flashmob schon beinahe eingebürgert
Die bisherigen Flashmobs in Wien waren volle Erfolge. Beispiel gefällig? Samstag, 2. August, mitten auf der Kreuzung Mariahilfer Straße, Ecke Neubaugasse. Um genau 11.20 Uhr strömten 50 bis 60 Leute in die Mitte der Kreuzung und stellten sich dort im Rechteck Richtung Innenstadt auf. Und dort standen sie, bis die große graue Uhr exakt 11.22 Uhr zeigte. Dann löste sich der Spuk auf. Sekunden danach war keiner der Flashmobber mehr zu sehen - und der Verkehr konnte wieder fließen.  Die Bilder von dem schrägen Event siehe Linkleiste!
  
Oder Mittwoch, 30. Juli 2003, mitten auf dem Wiener Stephansplatz. Fast hundert Menschen verwandeln sich wie auf ein geheimes Zeichen hin in Autos, unter lautem "Brrrrrmm brrrrmmm" laufen sie im Kreis. Auch das war ein Flashmob.
  
Verabredung über das Internet
Die verrücktesten Ideen kommen dabei zustande. Was wann wo wie passiert, wird über das Internet ausgemacht. Auf einer Homepage (siehe Linkbox) versammeln sich die Flashmobber, per E-Mail gibt's weitere Infos, und per Flyer spricht man sich vor Ort ab. Die erste Wiener Aktion fand in einem Modegeschäft in der Mariahilfer Straße statt.
  
Flashmob stammt - na woher wohl?
Natürlich aus den USA, New York genau gesagt. Dort gibt es seither wöchentlich sinnentleerte Massenaufläufe, die fast immer für verwirrte Gesichter bei den unbeteiligten Passanten sorgen. In Rom war Europapremiere, inzwischen hat der Wahn auch Wien erreicht.
  
Literarischer Hintergrund
Der Name Flashmob stammt aus einer Science-Fiction-Kurzgeschichte von Larry Niven aus dem Jahr 1973. Dort beamen sich sensationsgierige Menschenmengen an Orte, wo gerade Unfälle oder Katastrophen passiert sind, und bilden eine "flash crowd".
  
Pseudolustig
Für den Autor Howard Rheingold, der sich mit Netzkultur-Phänomenen befasst, sind die Flashmobs Vorreiter einer "neuen sozialen Revolution", die sich aus dem Netz in alle Bereiche des Lebens ausbreitet. Für andere handelt es sich einfach um pseudolustige junge Leute, die nichts Besseres zu tun haben. Zitat aus einem Posting auf der Flashmobber-Homepage: "...und niemals vergessen DAS IST DIE NASE HER HASE; SAGT DIE VASE DIE ICH DAFÜR HASSE, wir sehn uns, weil wir sind ja nicht taub." Noch Fragen?
  
Alle Bilder: Krone.at 
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